Hindernisse überwinden

Wenn Luca nach Basel oder Zofingen fährt, tut er das meistens nicht, um zu shoppen oder in den Ausgang zu gehen. Nein, Luca ist zumeist auf der Suche nach neuen Hindernissen, die er und seine Kollegen meistern wollen, um ihr Talent im Parkour leben zu lassen.

Zur Person.
Luca wurde 1998 in Luzern geboren und lebt momentan in Kriens. Die meisten in Lucas Alter haben sehr viele Interessen und Träume, die sie irgendwann verwirklichen wollen. Luca hat diese Träume auch, so möchte der Schüler der Sek B in Richtung Informatik/Design eine Lehre machen. Aber einen speziellen Traum hat er schon Wirklichkeit werden lassen: Erfolgreich im Parkour zu sein.

Wie alles begann.
Ein Internetclip und Lucas Interesse war geweckt. Er ist viel im Internet unterwegs, aber eines Tages hat er per Zufall Parkour in einem Clip entdeckt. In diesem Moment hat einfach alles gepasst, obwohl er sich erst gar nicht vorstellen konnte, dass man solche Sachen wie sie die Traceure gemacht haben, überhaupt schaffen kann. Es hat ihn so begeistert, dass er sofort alleine rausging, um es selbst zu probieren. Schnell kam ein Kollege hinzu und die beiden gingen zu einem Probetraining in einem Parkour in Luzern, den Lucas Mutter ebenfalls im Internet ausfindig gemacht hatte. Es packte ihn sofort.

Übung macht den Meister.
Seit 1,5 Jahren ist er nun schon dabei, Parkour zu machen. Das Training findet montags und freitags in der Halle statt. Am Montag trainiert er in einer Kunstturnhalle mit Schnitzelgrube, am Freitag in einer normalen Halle. Zu Beginn ist er einfach irgendwie drauf los und hat probiert das zu machen, was er gesehen hat. Beim ersten Mal hat er es zwar nicht geschafft die Wand raufzukommen, aber inzwischen klappt es tipptopp.

Zeit nehmen.
Viele seiner Kollegen verstehen nicht, wenn er am Freitag ins Training statt in den Ausgang geht. Das macht er einfach am Samstag, aber der Freitag gehört für Luca dem Parkour. Denn wenn man Parkour macht, dann muss man es einfach wollen. Wenn es einfach nur so nebenbei passiert, dann macht man auch keine Fortschritte. Und wenn man nur in der Halle trainiert, kann man es draussen auch nicht machen. Man muss Zeit investieren.

Die Veränderung und die Stärken.
Lucas Leben hat sich durch Parkour in gewissen Dingen verändert. Parkour ist eine Lebenseinstellung für ihn: Man probiert etwas immer und immer wieder und wird mit der Zeit immer besser und kann ein Hindernis überwinden, was zuvor überhaupt nicht vorstellbar war. Das motiviert Luca auch für andere Lebensbereiche und hat ihn hartnäckig gemacht. Er setzt sich ein Ziel und will dieses dann auch erreichen. Tauchen hierbei Probleme auf, denkt er einfach daran, dass man es im Parkour auch schafft, ein Hindernis zu überwinden, von dem man es anfangs nicht gedacht hat. Auch wenn man dafür manchmal etwas länger braucht. Das ist im Leben manchmal so. Dann geht es einfach darum, zu üben und zu lernen, sei es für einen Salto im Parkour oder für die Schule.

Rückschläge.
Nicht alles klappt auf Anhieb. Sei es im Leben oder im Parkour. Doch davon lässt sich Luca nicht vom Ziel abbringen. Wenn man einen Trick einmal nicht schafft, hat man zwar mehr Respekt, aber dann geht man einfach auf eine dickere Matte, um den Trick zu üben. Und wenn man ihn dann ein paar Mal geschafft hat, geht’s auf die dünne Matte. Das rät Luca auch anderen Jugendlichen: Nicht zu schnell aufgeben! Manchmal braucht es einfach mehrere Anläufe. Wenn man den Willen hat, kann man es aber auch schaffen.

Die Zukunft mit Parkour.
Luca will Parkour so lange es geht durchziehen, auch wenn er eine Lehre macht. Das Training ist abends, so dass er überzeugt ist, auch dann seine Lebenseinstellung weiter verfolgen zu können. Bis dahin zieht er weiter durch Kriens, Zofingen oder Basel, um neue Hindernisse zu entdecken und sich vorzunehmen, diese irgendwann zu schaffen. Und das wird er auch ganz bestimmt, sei es im Parkour oder im Leben.

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